Stärkung der Resilienz urbaner Wassersysteme gegenüber Klimawandel und Überflutungen durch Risikobewertung mithilfe neuer Erkenntnisse und Analysemethoden (EUREKA)

Das EUREKA-Projekt entwickelt einen innovativen, klimaresilienten Ansatz zur Bewertung urbaner Überflutungsrisiken, der über den derzeitigen Stand der Technik hinausgeht. Ziel ist es, eine an den Klimawandel und die fortschreitende Urbanisierung angepasste Wasserplanung in israelischen und deutschen Städten zu unterstützen. Hierzu werden hochaufgelöste, klimasensitive Instrumente zur Bewertung von Überflutungsrisiken entwickelt.
Das Projekt kombiniert nichtstationäre Häufigkeitsanalysen, konvektionsauflösende Klimaprojektionen, hydrodynamische Simulationen und maschinelles Lernen in einem modularen, webbasierten Dashboard. Für heutige und zukünftige Klimabedingungen werden Bemessungsniederschläge erzeugt und anschließend in 1D-/2D-Überflutungsmodellen eingesetzt, um Gefahrenkarten zu erstellen und Trainingsdatensätze für Modelle des maschinellen Lernens zu generieren.
Zu den zentralen Innovationen gehören Machine-Learning-Modelle, die komplexe Simulationen reproduzieren und dadurch schnelle sowie auf unterschiedliche urbane Gegebenheiten übertragbare Überflutungsprognosen ermöglichen. Die Instrumente werden gemeinsam mit Akteuren auf kommunaler, regionaler und nationaler Ebene entwickelt, um ihre Praxisrelevanz und Anwenderfreundlichkeit sicherzustellen.
Durch die Verbindung physikalischer Modellierung mit datengetriebenen Methoden in einem flexiblen und offenen Rahmen liefert das Projekt eine einzigartige und skalierbare Lösung für eine klimaresiliente urbane Überflutungsplanung. Zugleich stärkt es die bilaterale Zusammenarbeit und eröffnet neue Innovationsmöglichkeiten im Wassersektor.